Anschlagdynamik und gewichtete Tasten sind zwei Dinge

Eine Tastatur kann anschlagdynamisch sein, obwohl sich ihre Tasten leicht anfühlen. Umgekehrt beschreibt eine gewichtete Hammermechanik das physische Spielgefühl. Viele Digitalpianos kombinieren beides, aber die Begriffe sollten nicht gleichgesetzt werden.

Was das Instrument beim Anschlag auswertet

Bei digitalen Tasteninstrumenten wird aus der Bewegung der Taste ein Anschlagswert abgeleitet. In MIDI-Zusammenhängen wird dafür häufig der Begriff Velocity verwendet. Ein Klangerzeuger kann diesen Wert nutzen, um einen Ton leiser oder lauter, weicher oder brillanter wiederzugeben. Wie stark sich der Klang verändert, hängt vom Instrument und vom gewählten Sound ab.

Was eine Touch-Kurve verändert

Viele Instrumente bieten Einstellungen wie Soft, Medium oder Hard. Damit wird verändert, wie dein Anschlag in Lautstärke beziehungsweise Velocity umgesetzt wird. Das macht die Taste nicht physisch schwerer oder leichter. Yamaha weist in Bedienungsunterlagen ausdrücklich darauf hin, dass eine geänderte Touch-Sensitivity-Einstellung das tatsächliche Tastengewicht nicht verändert.

So kannst du Anschlagdynamik testen

  1. Spiele denselben Ton mehrmals bewusst sehr leise und sehr kräftig.
  2. Prüfe, ob dazwischen mehrere gut kontrollierbare Stufen möglich sind.
  3. Wiederhole den Test mit einem Akkord und mit einer musikalischen Phrase.
  4. Ändere danach, falls vorhanden, die Touch-Kurve und beobachte, ob die Reaktion besser zu deiner Spielweise passt.

Typische Missverständnisse

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Quellen & Prüfhintergrund
Fachliche Kernaussagen wurden gegen die verlinkten Quellen geprüft. Stand: 23.09.2026.