So liest du die Anweisung
- Spiele das Stück zunächst bis zu der Stelle, an der „D.C. al Fine“ steht.
- Springe zurück ganz an den Anfang, nicht zu einem Segno-Zeichen.
- Spiele den bereits bekannten Abschnitt erneut.
- Beende das Stück diesmal dort, wo „Fine“ steht — auch wenn danach noch Noten auf der Seite folgen.
Warum „Fine“ wichtig ist
Ohne „Fine“ wäre nicht eindeutig, an welcher Stelle der zweite Durchlauf enden soll. Das Wort markiert das tatsächliche Ende für den Wiederholungsweg. Beim ersten Durchlauf kann die Fine-Stelle einfach passiert werden; erst nach dem Da-Capo-Sprung wird sie zum Endpunkt.
Nicht mit D.S. verwechseln
Bei D.S. („Dal Segno“) springst du nicht zum Anfang, sondern zu einem Segno-Zeichen. „D.S. al Fine“ bedeutet also: zum Segno zurück und dann bis Fine. Bei „D.C. al Coda“ kommt zusätzlich ein Coda-Weg ins Spiel. Deshalb lohnt es sich, die genaue Zusatzangabe immer vollständig zu lesen.
Praktischer Lesetipp
Markiere beim ersten Durchsehen drei Dinge mit dem Finger oder Bleistift: die Sprunganweisung, den Zielpunkt des Sprungs und den späteren Endpunkt. Dann musst du beim Spielen nicht erst suchen, wenn die Formanweisung plötzlich auftaucht.
Typische Fehler
- Bei D.C. versehentlich zum Segno statt zum Anfang springen.
- Beim zweiten Durchlauf über „Fine“ hinausspielen.
- Die Fine-Stelle schon beim ersten Durchlauf als endgültiges Ende behandeln, obwohl die Formanweisung später noch folgt.
Wenn du Sprung- und Wiederholungszeichen in einer Partitur praktisch nachvollziehen möchtest, ist ScoreNavigator der passende nächste Schritt.