Was in MIDI typischerweise steckt
Zu den grundlegenden MIDI-Informationen gehören Notenereignisse, Tonnummern, Velocity und Controllerwerte. In einer DAW lassen sich solche Daten häufig nachträglich verschieben, quantisieren, transponieren oder einem anderen virtuellen Instrument zuweisen, ohne dass eine aufgezeichnete Audiodatei zerschnitten werden muss.
Warum eine MIDI-Datei manchmal „stumm“ ist
Eine MIDI-Spur enthält nicht automatisch einen fertigen Klang. Wenn kein Softwareinstrument, kein externer Klangerzeuger oder kein passender Ausgang zugewiesen ist, können die Noten korrekt vorhanden sein und trotzdem nichts hörbar werden. Das ist ein Routing- oder Klangerzeugungsproblem, nicht zwingend ein Fehler in den Notendaten.
MIDI ist nicht dasselbe wie Notenschrift
MIDI wurde für Spiel- und Steuerinformationen entwickelt. Eine gedruckte Partitur braucht dagegen Entscheidungen über Stimmen, Balkung, enharmonische Schreibweise, Pausen, Layout und weitere Notationsdetails. Beim Import von MIDI in ein Notensatzprogramm müssen solche Dinge deshalb oft neu interpretiert werden.
Wann MIDI besonders praktisch ist
- Einspielen mit einem MIDI-Keyboard oder Controller.
- Ansteuern virtueller Instrumente und Synthesizer.
- Nachträgliches Ändern einzelner Noten und Controllerdaten.
- Tempo- und Arrangementarbeit in einer DAW.
- Austausch von Spielinformationen zwischen kompatiblen Geräten und Programmen.
Ein sinnvoller Merksatz
Audio beschreibt, was bereits klingt. MIDI beschreibt weitgehend, was gespielt beziehungsweise gesteuert werden soll. In vielen Produktionen arbeiten beide Datentypen nebeneinander.
Wenn du MIDI-Daten anschließend in eine DAW übergeben möchtest, ist DAW Bridge der passende nächste Schritt.